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Funkschau

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Die Erfahrungen der Fachhändler und die Ergebnisse von Umfragen zeigen deutlich: Bei Fernsehgeräten steht neben der Leistung fast gleichbedeutend die Form - sie bestimmt maßgeblich den Kaufentschluß.

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Heft 0/FUNKSCHAU 196 59

Inhalt der Nachrichtenspalten im Anzeigenteil:

Kur und Wltrakurz, Nachrichten. .......:..50 no a san lets nee 593, 594 Briete.an.die FUNKSCHAU .......ucussasnsserses hen ebalinie 545 FUNKSCHAU-Lexikon, Berichtigungen .,.....ccceeeeeeaaeeeeeen 596

Das Inhaltsverzeichnis des Hauptteils finden Sie auf Seite 597

Noch keine Entscheidung über Altgeräte. Wie wir auf Anfrage vom Fernmeldetechnischen Zentralamt der Deutschen Bundespost erfahren, war Mitte April noch keine Entscheidung darüber gefal- len, ob alte Fernsehempfänger ohne FTZ-Prüfnummer über den 30. April hinaus benutzt bzw. neu angemeldet werden dürfen.

Fernsehen direkt aus den USA. Ende Mai will die amerikanische Weltraumbehörde NASA den ersten Fernmeldesatelliten vom Typ Telstar auf seine Umlaufbahn bringen. Nach einigen Wochen der Versuche sollen dann die ersten Fernsehprogramme via Satellit zwischen den USA und Europa ausgetauscht werden. Diesseits des Atlantik wird die englische Bodenstation Goonhilly Down (Corn- wall) die Programme von jeweils rund 10 Minuten Dauer auf- nehmen und direkt in das Eurovisions-Netz geben; in den USA ist die Anlage in Andover (Maine) dafür vorgesehen. Auf der Sitzung der Technischen Kommission der UER, Anfang April in Sevilla, an der auch Programmexperten teilnahmen, wurde der Engländer Audrey Singer als Regisseur der für die USA vorzu- bereitenden europäischen Programme bestimmt. Eingehendere Planungen sind zur Zeit mangels Kenntnisse aller technischen Details noch nicht möglich.

Inkasso für Tonbandgebühren. Obwohl noch nicht entschieden ist, ob die private Überspielung auf Tonband von urheberrechtlich geschützten Werken gebührenpflichtig sein wird, hat die Gema zu- sammen mit der Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutz- rechten (GVL) in München eine Zentralstelle für private Über- spielungsrechte gebildet. Sie bündelt die Interessen von Kompo- nisten, Textdichtern, Interpreten, Schallplattenherstellern und Ver- legern für Schallplatten-, Rundfunk- und Fernsehmusik. Gegen eine Jahreszahlung von 12 DM (bisher 10 DM) vergibt die Zentral- stelle die Rechte für private Aufnahmen. Bekanntlich will die Bundesregierung in dem zur Beratung im Bundestag heranstehen- den neuen Urheberrechtsgesetz die private Überspielung tantieme- frei halten, während die Gema für die Gebührenpflicht ent- sprechend dem Bundesgerichtshofurteil aus dem Jahre 1955 eintritt.

Conradt-Prozeß in der 2. Instanz. Das Landgericht Berlin vertrat in der Berufungsverhandlung im Streitfall Gema contra J. Conradt, bei dem es um die Gebührenpflicht für private Tonbandüberspie- lungen geht (vergl. vorstehende Meldung), die Auffassung, daß der Besitz eines Tonbandgerätes für sich allein noch nicht die Ver- mutung begründe, es werde zu strafbaren Urheberrechtsverletzun- gen benutzt. Vielmehr muß die Gema nachweisen, daß diese Rechte verletzt worden sind. Das Amtsgericht Berlin-Charlottenburg hatte als erste Instanz diesen Beweis zum allgemeinen Erstaunen dem Tonbandgerätebesitzer übertragen, d. h. dieser hatte seine Un- schuld zu beweisen. Das erkennende Gericht hielt aber daran fest, daß private Tonbandüberspielungen geschützter Werke nur gegen eine Zahlung von jährlich 10 DM zulässig sind.

Nuvistoren werden interessant. Die auch im Bundesgebiet von einigen Firmen hergestellte bzw. vertriebene Kleinröhre Nuvistor wird immer häufiger angewendet. In Japan bietet Hitachi die Triode 6 CW 4 zur Bestückung von VHF-Kanalschaltern in Fernseh- geräten an. Die Sondertype 2B—H5 wird mit 0,6 A Heizstrom bei 1,8 V Heizspannung und einer fixierten Anheizzeit von 11 Sekun- den hergestellt. In England haben einige hundert Kurzwellen- amateure mit der Nuvistor-Triode 6CW4 Vorverstärker für 145 MHz gebaut. Man erwartet dort die baldige Lieferung der neuen RCA-Nuvistor-Triode 8058; sie soll im 145-MHz-Bereich eine Empfindlichkeit (Noise Factor) von 3 dB bzw. weniger als 7 dB im 450-MHz-Bereich und 12 dB auf 1200 MHz bei jeweils 20 dB Ver- stärkung haben.

Fernseh-Monitor mit Bildspeicherung. Das Fernseh-Betrachtungs- gerät (Monitor) Tele-Remscope von Cawkell Research and Elec- tronics Ltd. (England) erlaubt aus einer Fernsehbildfolge ein Einzelbild auszuwählen und auf dem Bildschirm zu speichern. Die Mindestspeicherzeit beträgt 5 Minuten; das Löschen geschieht ohne Verzögerung. Das für alle vorkommenden Normen ausgelegte Gerät speichert das Bild bei Bedarf eine Woche hindurch, auch bei abgeschaltetem Netzteil.

Rundfunk- und Fernsehteilnehmer am 1. April 1962 A) Rundfunkteilnehmer

15 592 618° (+ 40 746) 862 455 (+ 2584)

B) Fernsehteilnehmer

6.059.086 (+ 121 733) 332 867 (+ 7.064)

Bundesrepublik West-Berlin

zusammen 16 455 073 (+ 43 330) 6 391 953 (+ 128 797)

Das Fotokopieren aus der FUNKSCHAU ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Verlages gestattet. Sie gilt als erteilt, wenn jedes Fotokopierblatt mit einer 10-Pf-Wert- marke versehen wird (von der Inkassostelle für Fotokopiegebühren, Frankfurt/Main, Gr. Hirschgraben 17/19, zu beziehen). Mit der Einsendung von Beiträgen übertragen die Verfasser dem Verlag auch das Recht, die Genehmigung zum Fotokopieren laut Rahmenabkommen vom 14. 6. 1958 zu erteilen.

FUNKSCHAU 1962 / Heft 10 593

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Radio Japan sendet seit dem 1. April eine zweieinhalbstündige Morgensendung für Europa mit einem deutschspracigen Teil von 7.45 bis 8.15 MEZ. * In Hartford (USA) beginnen in Kürze die seit langem angekündigten Münzfernsehversuche über einen UHF-Fern- sehsender. Man beginnt mit 40000 entsprechend ausgestatteten Empfangsgeräten. Von 70 wöchentlichen Programmstunden sind allerdings nur 40 gebührenpflichtig; sie übertragen neueste Filme und erstrangige Sportereignisse. * Am 30. März wurde der 356 m hohe neue Mast des Ost-Deutschlandsenders bei Oranienburg in Betrieb genommen. Die angekündigte Leistungserhöhung dieses Langwellensenders auf 500 oder 700 kW steht aber noch aus. * Ein japanisches Fernmeldeunternehmen wird mit amerikanischer Unterstützung im Frühjahr 1963 Versuche mit Fernseh-Satelliten aufnehmen. 1964 will man 50 Satelliten für die direkte Übertragung von den Olympischen Spielen in Tokio auf die Bahnen bringen. * Der neue Wobbelgenerator SV-13 der Telonic Industries Inc. (USA) ist für die 525- und die 625-Zeilen-Norm ausgelegt und liefert ent- sprechende Signale sowohl in den 13 VHF-Kanälen der US-ameri- kanischen als auch der japanischen bzw. der italienischen, der australischen und der CCIR-Einteilung sowie für die 4,5- und die 5,5-MHz-Differenzfrequenz. * Filmproduzenten und Buchverlage gehören den drei Gruppen sogenannter freier Fernsehproduzenten an, die insbesondere für das Zweite Fernsehen in Mainz Pro- gramme liefern wollen. Ihre Gesamtkapazität beläuft sich gegen- wärtig auf rund 20 Programmstunden in der Woche. In München formierte sich die Arbeitsgemeinschaft Fernsehen GmbH (8 Gesell- schafter), in Hamburg die Fernseh-Allianz GmbH (15 Gesellschaf- ter) und in Mainz der Fernseh-Produzenten-Verband (10 Mit- glieder).

UKW-Berichte der österreichischen Funkamateure

Der Österreichische Versuchs-Sender-Verband (ÖVSV), die Ver- einigung der dortigen Funkamateure, veröffentlichte bereits vor über einem Jahr erstmals sog. UKW-Berichte. Diese wenden sich speziell an jene Gruppe der Amateurfunker, die sich vorwiegend oder ausschließlich mit UKW- oder Dezi-Funk befassen.

Jetzt ist daraus eine eigene Zeitschrift geworden, die auch in Deutschland und in den Nachbarländern bezogen werden kann. Bei uns erfolgt der Bezug über H. J. Dohlus, Erlangen, Gleiwitzer Straße 45. Vorerst steht noch nicht fest, wieviele Hefte jährlich erscheinen werden, aber geplant sind 1962 sechs Nummern.

Das vorliegende Heft 1 befaßt sich mit einigen recht aktuellen Themen, die jeden UKW-Amateur angehen, z. B. Ist Dein 2-m-Emp- fänger in Ordnung? Resonatoren und Topfkreise 145-MHz- Kleinsender Einfacher 2-m-Konverter Was ist EME-Technik? Mond-Reflexionen. Dazwischen findet man interessante Auslands- berichte und Literatur-Besprechungen.

Die Österreicher beschreiten mit ihrer interessanten Zeitschrift den in der deutschsprachigen Amateurliteratur bereits bewährten Weg, nämlich ein nur für Spezialisten bestimmtes Blatt durch den Vertrieb über die Landesgrenzen hinaus existenzfähig zu machen. Man darf dazu vollen Erfolg wünschen.

Funkscha mit Fernsehtechnik und Schallplatte und Tonband U Fachzeitschrift für Funktechniker

vereinigt mit dem Herausgegeben vom FRANZIS-VERLAG MÜNCHEN RADIO-MAGAZIN Verlag der G. Franz’schen Buchdruckerei G. Emil Mayer

Verlagsleitung: Erich Schwandt : Redaktion: Otto Limann, Karl Tetzner Anzeigenleiter u. stellvertretender Verlagsleiter: Paul Walde Erscheint zweimal monatlich, und zwar am 5. und 20. jeden Monats.

Zu beziehen durch den Buc- und Zeitschriftenhandel, unmittelbar vom Verlag und durch die Post.

Monats-Bezugspreis: 3.20 DM (einschl. Postzeitungsgebühr) zuzügl. 6 Pf Zustellgebühr. Preis des Einzelheftes 1.60DM. Jahresbezugspreis 36.80 DM.

Redaktion, Vertrieb und Anzeigenverwaltung: Franzis-Verlag, 8 München 37, Postfach (Karlstr. 35). Fernruf 55 1625/27. Fernschreiber/Telex: 05/22 301. Postscheckkonto München 5758,

Hamburger Redaktion: 2 Hamburg-Meiendorf, Künnekestr. 20— Fernr. 63 83 99

Berliner Geschäftsstelle: 1 Berlin W30, Potsdamer Str. 145. Fernr. 245244 (26 32 44). Postscheckkonto: Berlin-West Nr. 622 66.

Verantwortlich für den Textteil: Ing. Otto Limann; für den Anzeigenteil: Paul Walde, München. Anzeigenpreise nach Preisliste Nr. 11. Ver- antwortlich für die Osterreich-Ausgabe: Ing. Ludwig Ratheiser, Wien.

Auslandsvertretungen: Belgien: De Internationale Pers, Berchem-Ant- werpen, Cogels-Osylei 40. Dänemark: Jul. Gjellerups Boghandel, Kopen- hagen K., Solvgade 87. Niederlande: De Muiderkring, Bussum, Nijver- heidswerf 19-21. Osterreich: Verlag Ing. Walter Erb, Wien VI, Maria- hilfer Straße 71. Schweiz: Verlag H. Thali & Cie., Hitzkirch (Luzern).

Alleiniges Nachdrucrecht, auch auszugsweise, für Holland wurde dem

Radio Bulletin, Bussum, für Österreih Herrn Ingenieur

Ludwig Ratheiser. Wien, übertragen. Heft 0/FUNKSCHAU 1962

Druck: G. Franz’sche Buchdrucerei G. Emil Mayer, 8 München 37, Karlstr. 35. Fernsprecher: 55 16 25/26/27.

Die FUNKSCHAU ist der IVW angeschlossen

594

Nachstehend veröffentlichen wir Briefe unserer Leser, bei denen wir ein allgemeines Interesse annehmen. Die einzelnen Zuschriften enthalten die Meinung des betreffenden Lesers, die mit der der Redaktion nicht über- einzustimmen braucht.

Leerlauf, das Übel unserer Werkstätten FUNKSCHAU 1961, Heft 24, und 1962, Heft 4, Briefe

Die Leserzuschrift der Revisionsabteilung des Bayerischen Rund- funks veranlaßt mich, zu diesem Thema Stellung zu nehmen.

Bei der Verrechnung der Reparaturzeiten darf nicht unerwähnt bleiben, daß meist nur die reinen Arbeitszeiten, nicht aber die Rüstzeiten berechnet werden. Dazu gehört u. a. das Heraussuchen und Auswerten der Schaltungsunterlagen und was viel mehr Zeit kostet das Beschaffen der Ersatzteile. Aus Rentabilitäts- gründen können nur gängige Stücke auf Lager gehalten werden, alles andere ist zu bestellen. Dazu muß die Bestell-Nummer her- ausgesucht werden, denn ohne diese kommt meist das Falsche.

Daß die Reparaturkosten nach Sympathie zum Kunden berechnet würden, ist eine grobe Unterstellung. Denn schließlich hat der Kunde die freie Wahl, bei Unzufriedenheit zur Konkurrenz zu gehen.

Und nun zur Rentabilität: Hiermit bei den Werkstätten anfan- gen, hieße das Pferd am Schwanze aufzäumen. Der Wurm sitzt tiefer. Die letzten sieben Jahre brachten eine Inflation verschie- dener Typen an Fernseh-, Rundfunk- und Tonbandgeräten auf den Markt. Sie fanden nicht alle zufriedene Käufer, und die Werk- stätten müssen sich damit herumschlagen, ob es sich rentiert oder nicht. Während die Industrie immer mehr Fachleute zu Fachspe- zialisten heranbildet, sucht der Fachhandel nach Universalgenies, um mit der alljährlich ansteigenden Typenflut fertig zu werden. Aber solche Allround-Leute sind sehr knapp, man kann sie auch nicht heranbilden, dazu muß man geboren sein. Ein Ausweg wäre: Beschränkung auf ein bis zwei Fabrikate wie in der Auto- branche. Das ist jedoch kaum möglich, denn der Käufer möchte die Auswahl haben und verschiedene Fabrikate nebeneinander sehen.

Es bleibt nur ein zweiter Weg und der liegt auf der Hersteller- seite: Typenbeschränkung der Fertigfabrikate; bewährte Modelle längere Zeit durchlaufen lassen. Weitgehende Normung und Typenbereinigung der Einzelteile; Absprachen, Team-Arbeit und Lizenzaufträge zwischen den Herstellern. Es muß endlich möglich werden, Ersatzteile gleicher Art, aber verschiedenen Fabrikats ohne Änderung gegeneinander auszutauschen; dadurch würde die Lagerhaltung bei Industrie und Handel billiger und rentabler wer- den. Außerdem ist bei der heutigen Standardisierung der Schaltun- gen vorzuschlagen: Ausschließliche Verwendung von bewährten Bausteinen, die in sehr großen Auflagen preiswert hergestellt, vor- abgeglichen und vorgeprüft geliefert und bei mehreren Fabrikaten eingebaut werden. Sie sollten für Standard- und auch für Spitzen- geräte verwendbar sein, die lediglich Zusatz-Bausteine erhalten.

Billiger und dennoch solider müssen die Erzeugnisse unserer Branche werden, wenn der Export wie bisher gehalten werden soll, denn der Konkurrenzdruck vom Ausland wird immer stärker. Es wird allerhöchste Zeit, daß die deutschen Erzeugnisse ein ein- heitlicheres Innenleben zeigen, so wie wir es zum Beispiel von den Geräten aus den USA gewohnt sind.

Reinhold Beckeschat, Rundfunkmechaniker-Meister

Mischen im Hf- und Nf-Bereich

FUNKSCHAU 1961,,Heft 24, Seite 62

Mit dem Wunsch, zur „Mischung“ zweier Tonfrequenzquellen eine „Misch“-Röhre EH 90 zu verwenden, ist Ihr Mitarbeiter Dieter E. Weckerle offenbar einer allgemein verbreiteten sprachlichen Ungenauigkeit erlegen. Wenn ein Tonfrequenztechniker und ein Hochfrequenztechniker von „Mischung“ reden, meinen sie keines- wegs das Gleiche. Der erste versteht darunter eine (lineare) Sum- mierung zweier oder mehrerer Spannungen. Tonfrequenz-Mischen ist, exakt gesprochen, ein Addieren. In der Hochfrequenztechnik versteht man dagegen unter Mischung die Multiplikation zweier Spannungen, wobei dann als echtes Mischprodukt die Summen- und Differenzfrequenz der Frequenzen dieser beiden Spannungen entsteht.

Zur hochfrequenztechnischen Mischung werden Hexoden und Heptoden verwendet. Weil aber bei einer echten Mischung außer der Multiplikation auch noch immer eine Addition auftritt, läßt sich natürlich eine EH 90 auch als Addierstufe verwenden.

Wenn die Gitterwechselspannung einige Millivolt nicht über- schreitet, wird auch das Mischprodukt klein sein. Der Tonfrequenz- techniker würde diese nichtlineare Verzerrung Intermodulation nennen.

Unglücklicherweise hat die Röhre EH 90 einen sehr kleinen Aus- steuerungsbereich, so daß bei relativ kleinen Eingangsspannungen (etwa 100 mVeff) bei dieser Schaltung bereits eine beträchtliche Intermodulation zu erwarten ist.

Diese „Misch-“Schaltung dürfte gut sein, um einer Gitarre oder einer Stimme ein Vibrato zu unterlegen eines der wenigen Bei- spiele übrigens für eine echte Mischung in der Tonfrequenztechnik.

Eine Doppeltriode, deren Anoden auf einen gemeinsamen Wider- stand arbeiten, dürfte für den gedachten Zweck geeigneter sein.

Eckart Schatter, cand. ing., Unterhaching b. München

FUNKSCHAU 1962 / Heft 10

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EPITAXIAL-TRANSISTOREN

Zu einer neuen Transistorart zählt der sogenannte Epitaxial-Transistor. Bei einem normalen Mesa-Transistor muß das Kollek- tor-Scheibchen aus mechanischen Gründen ziemlich dick sein, woraus sich ein hoher Sättigungswiderstand ergibt. Durch Ver- wendung von Kollektor-Material mit klei- nem spezifischem Widerstand ließe sich zwar der Sättigungswiderstand niedrig- halten, jedoch würde gleichzeitig auch die zulässige Betriebsspannung Ucg zwischen Kollektor und Emitter herabgesetzt werden. Bei dem neuen Transistor ist auf das rela- tiv niederohmige Kollektor-Material eine dünne normalohmige ähnlich der Ohmig- keit gängiger Mesa-Transistoren Halb- leiterschicht epitaxial aufgewachsen (wo- raus sich die Bezeichnung Epitaxial-Tran- sistor erklärt). Dadurch werden hohe Be- triebsspannungen bei einem niedrigen Sätti- gungswiderstand erreicht. Nach dem Auf- wachsen der normalohmigen und nur etwa 10 um starken Siliziumschicht auf den Kol- lektorblock werden Emitter und Basis wie bei der normalen Mesa-Technik aufge- bracht. Gegenüber den Vergleichstypen in Mesa-Ausführung ergibt sich beim Epitaxial- Typ eine um den Faktor 2 verringerte Knie- spannung und eine um das Zweifache er- höhte Durchschlagsspannung. Die Speicher- zeit liegt bei dem neuen Transistor mit 100 nsec bei nur etwa 25 % der Speicherzeit des Vergleichstyps. Durch die zusätzlich epitaxial aufgewachsene Kollektorschicht wird erreicht, daß sich gleiche Kollektor- Kapazität und gleiche Verstärkungseigen- schaften wie bei den gewöhnlichen Mesa- Transistoren ergeben.

Das Herstellungsverfahren für Epitaxial- Transistoren ist zur Zeit noch recht schwie- rig, deshalb liefern vorerst nur wenige Fir- men Transistoren in dieser Technik. Die Preise sind dabei erheblich höher als bei den bisher üblichen Ausführungen.

MADT-TRANSISTOR

Die Bezeichnung MADT ist die Abkürzung für micro alloy diffused-base transistor. Da- mit wird ein diffusionslegierter Transistor bezeichnet, bei dem sich durch eine extrem dünne Basisschicht und einen sehr geringen Durchmesser des Emitter- und Kollektor- Scheibchens eine hohe obere Grenzfrequenz von etwa 1000 MHz ergibt. Wegen der äußerst geringen Speicherzeit von nur 5 bis 10nsec kommt der MADT-Transistor haupt- sächlich als Schalttransistor für Umschalt- frequenzen bis zu 140 MHz zur Anwendung. Diese Werte werden bei einer relativ nied- rigen Kniespannung erreicht, während man eine zehnfache Stromverstärkung erhält. Wird der MADT-Transistor in Hochfre- quenzverstärkern angewendet, erzielt man noch bei einer Grenzfrequenz von 1 GHz eine ausreichende Verstärkung. Bei 200 MHz ergibt sich ein Leistungsgewinn von 15 dB und bei 100 MHz beträgt die Geräuschzahl {noise figure) 4 dB. Außerdem ist der MADT-Transistor für Leistungs-Oszillato- ren und Leistungs-Verstärker geeignet, wo- bei eine Ausgangsleistung von 0,5 bis 1 Watt bei einer Frequenz von 100 MHz erzielt wird.

Mit Hilfe neuartiger Kristall-Wachstums- methoden sollen die Herstellungskosten bei gleichbleibend hoher Qualität erheblich ver- ringert werden.

Berichtigung Kleine Transistor-Sender für das 2-m-Amateurband FUNKSCHAU 1962, Heft 6, Seite 135

In Bild 10 auf Seite 136 entfällt der Quarz zwischen Kollektor und Basis des Tran- sistors T 1.

Heft 1/FUNKSCHAU 1962 596

FACHZEITSCHRIFT FÜR FUNKTECHNIKER

Der Fernsehteilnehmer hört Rundfunk nur noch in der Küche oder unterwegs im Auto so jedenfalls sagt man, und es ist viel Wahres daran. Die Forderung nach mehr und besserer Information und Unter- haltung für den umherfahrenden Zeitge- nossen ist daher verständlich, zumal die für ihn speziell produzierten Hörfunkdar- bietungen unzureichend sind. Weder ge- nügt die Zahl der Nachrichtensendungen tagsüber noch gibt es im Bundesgebiet vormittags entsprechend viel Musik da- her der Wunsch nach eigens für den Kraft- fahrer tätigen Auto-Rundfunksendern. Andersmwo ist es ähnlich. So hat die eng- lische Automobil Association die Aufstel- lung von Mittelwellensendern überall in Großbritannien gefordert, die ständig Straßenzustandsberichte, Wettermeldun- gen, Unterhaltungsmusik, Nachrichten und Kommentare verbreiten sollen. Kleine Sender genügen, denn der Kraftfahrer ist an möglichst vielen Details des jeweils befahrbaren Gebietes interessiert und meniger an großräumigen Informationen. UKW-Sender sind in England nicht brauch- bar dazu ist die Zahl der UKW-Auto- empfänger zu gering.

In den USA hat man das Problem längst gelöst. Zwar gibt es keine besonderen Auto-Rundfunksender, dafür nimmt sich aber in jedem Bezirk zumindest einer der vielen AM-Mittelwellensender der Kraft- fahrer während der Hauptverkehrszeiten an. In enger Zusammenarbeit mit den ört- lichen Polizeidienststellen werden Stra- ßenverstopfungen und -sperren gemeldet, man gibt die neuesten Wetterberichte und garniert alles mit flotter Musik und der unvermeidlichen Werbung.

*

Die öffentliche Vorführung eines neu- artigen Draht-Fernsehsystems durch Mar- coni’s in London es trägt den Namen Pay-Vision ließ aufhorchen, nachdem Pay-Television in mannigfaltiger Form in den USA und Kanada bisher ohne Erfolg blieb. Wenn das Pilkington-Komitee dem- nächst seinen Bericht vorlegt, erwartet man in England die Empfehlung, neben einem dritten, im UHF-Bereich mit 625 Zei- len auszustrahlenden Fernsehprogramm auch gebührenpflichtige Draht-Fernseh- systeme zuzulassen. Zwar sind heute bereits rund 500 000 englische Fernsehteil- nehmer an das Kabelfernsehen ange- schlossen, aber die Betriebsgesellschaften dieser Netze dürfen nur das BBC- und das ITA-Programm übertragen. Man hofft aber auf die Zulassung von Kabelfernseh-Ge- sellschaften mit eigenen, zusätzlichen, Programmen. Das Marconi-System Pay- Vision sieht die trägerfrequente Übertra- gung von maximal drei Programmen gegen eine Anschlußgebühr von (umge- rechnet) 55 DM und eine Zahlung von rund 1.50 DM pro Programm von zwei Stunden Dauer vor. Verwendet werden vorhandene handelsübliche Fernsehemp-

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fänger mit einem in die Antennenbuchsen zu steckenden Zusatzkästchen. Dieses trägt einen Programmmahlschalter. Münzein- murf oder eine andere Registrierung ist beim Empfänger nicht vorgesehen; durch Betätigen des Programmmahlschalters und eines Knopfes wird vielmehr in der Zentrale die Teilnahme am Programm ver- merkt, nicht anders als beim Fernsprecher, der den Zähler im Amt in Bewegung setzt. Zusätzlich will Pay-Vision über das Kabel zwei Hörrundfunkprogramme kostenfrei liefern; zur Wiedergabe ist nur ein han- delsüblicher AM/FM-Empfänger nötig.

Auch im Bundesgebiet ist der Wunsch bekanntgemworden, Drahtfernseh-Verteiler- anlagen zu errichten. Was das Kabelnetz angeht, so dürfte die Deutsche Bundes- post zu fragen sein.

%*

In einem Vortrag berichtete Dipl.-Ing. E. P. Pils (Siemens) von der nunmehr auf- genommenen Massenfertigung des Mesa- Transistors und über die weiteren Fort- schritte (vgl. FS 1961, Heft4, Seite 83). Der Name kommt von der spanischen Bezeich- nung für Tafelberg = Mesa und murde in den USA eingeführt, weil die abgeätzte Platte des Transistors Ähnlichkeit mit den Tafelbergen in Colorado (Gran Cafon) hat. Bei der Herstellung wird in eine p-dotierte Germaniumscheibe eine n-lei- tende Basis eindiffundiert; anschließend dampft man unter Vakuum zwei parallele Streifen aus Gold und Aluminium auf. Der Goldstreifen gibt einen sperrschichtfreien Kontakt mit der Basis; unter dem Alu- Streifen entsteht nach einem kurzen Le- gierungsvorgang eine dünne p-leitende Zone. In einem Arbeitsgang werden viele hundert Mesa-Transistoren zugleich her- gestellt. Eine Abdeckmaske aus dünner Tantalfolie wird mit einer Vielzahl recht- eckiger Löcher im Format 30 X 70 um (Tausendstel Millimeter) bzw. bei neue- sten Typen von 15 X 40 um versehen. Diese Maske legt man auf die polierte p-Germanium-Scheibe und dampft durch die Löcher Aluminium auf. Dann ver- schiebt man die Maske um einen kleinen Betrag und dampft durch dieselben Löcher Goldflächen auf, die von der Aluminium- fläche einen Abstand von nur 10 um haben. Nach dem Einlegieren des Emitters erhalten die fertigen Systeme eine Ab- deckschicht, und schließlich wird das nicht abgedeckte Germanium mweggeätzt, so daß die Mesa (Tafelberge) entstehen. Mit Ultraschall wird die Scheibe zerteilt, und man befestigt an den Basis- und Emitter- streifen eines jeden Systems durch Thermo-Kompression unter dem Mikro- skop Golddrähte als Kontakte. Diese Drähte sind dünner als ein Menschenhaar! Neue Mesa-Transistoren zeichnen sich durch hervorragende Rauscheigenschaften und Schmwingfähigkeit bis 1000 MHz aus, so daß sie besonders für UHF-Tuner ge- eignet erscheinen.

34. Jahrg. 2. Mai-Heft 1962 Nr. 1 10] In h alt H Seite Leitartikel IMBUISB. ano sr: leerer 249 Das Neueste Radio Bremen mit neuen Sendern ...... 250 Fernsehempfänger

Fernbedienungskabel mit VHF/UHF-

UmschaltUng! zaen.semunaaesenseesaet 251 Magnetische Fernsteuerung ........... 251 Die Compactronröhre im Fernseh-

EMPFANGEN. Se... are 252 Stabilisierung der Heizspannung

mit Zenerdiode und Transistor ...... 252 Röhre als veränderbarer Widerstand .. 252 Servicetechniker überflüssig® .......... 252

Elektronik Stroboskop guter Frequenztreue ...... 253 Einfacher Zeitschalter mit weitem

Bereich... 24.000.200 254 Reise-Stenorette mit verzögerungs-

freiem: Bandstart ux.0mese.s sc nu.«00 8 254

Elektroakustik Selbstbau von Mikrofonzubehör ....... 255 Eintakt-Transistor-Endstufe ............ 256 Meßtechnik

Einfache Gleichstrommessungen

an Transistoren ........0..0+2:0000% 257 Impedanzmessungen an Nf-Verstärkern 257 Spannungsanzeiger mit Magisch. Auge 257

etzspannungsmesser mit unter-

drücktem Nullpunkt ................» 258 Spannungsnormal mit Halbleiterdiode 258 Frequenzteiler mit Transistoren ........ 258 Durchführungskondensator

mit Gewindebefestigung ............ 258 Spannungsmesser mit Röhren und Halbleitern, 2. Teil ......22..22....... 259 Universal-Tastkopf für Meßgeräte ..... 260 Hochfrequenz-Oszillograf mit Verzögerungsleitung .... 222222222... 260 Für den jungen Funktechniker Schaltungen zur Klangbeeinflussung ... 261 Gerätebericht Der Kleinform-Amateurempfänger Mikrahet mc. ee see 265 Schaltungssammlung Kleinform-Amateurempfänger Funke-Mikrohet ........2 22222222200. 265 Amateurfunk mit Elektronengehirn .... 266 Bauelemente

Abgleichbereich einer Spule mit Kern .. 267 Mannigfaltige Kleinstkondensatoren ... 267

Fertigungstechnik

Vernickeln durch chemische Reduktion 268 Werkstattpraxis

AM-Oszillator schwingt nicht .......... 269

Zu hoher Innenwiderstand der Batterie 269 Metallsucher für den Hausgebrauch ... 269 Diodenschluß als Kupplung ........... 269

Fernseh-Service

Kontrastschwankungen nach

ErWÄrMUNG =. ame 270 Zeile synchronisiert nicht .............. 270 Einbrennflecken auf einer Bildröhre .... 270 Plastik durch fehlerhafte Nachstimm-

diode unseren naar 271 Vorsicht beim Ersatz deutscher Röhren

durch ausländische Typen ........... 271

Verschiedenes Die Sachgebiete des FUNKSCHAU-

Hayuptfeils „samen een aan 271

Neuer Philips-Hf-Oszillograf GM 5600 271 RUBRIKEN: Neuerungen / Kundendienstschriften /

Neue Druckschriften .......222222...» 272 Persönliches / Aus der Industrie ....... 272

BEILAGEN:

Funktechnische Arbeitsblätter

HI 11, Blatt 1: Der Transistor und seine Vierpolkennwerte ......uzuesseeee en Fachausdrücke, Blatt 5 ................

Das Neueste

Radio Bremen mit neuen Sendern

Die kleinste und dem Gebührenaufkom- men nach gemessen ärmste bundesdeutsche Rundfunkanstalt Radio Bremen hat die Rundfunkversorgung ihres Gebietes wesent- lich verbessert und darüber hinaus die Stimme dieses Stadtsenders unter Ausnut- zung der technischen Gegebenheiten bis Hamburg, Hannover und Osnabrück hörbar gemacht. Am 3. April setzte der Präsident der Bürgerschaft, Kaisen, symbolisch den neuen 100-kW-UKW-Rundfunksender für das Zweite Hörfunkprogramm auf 89,3 MHz in Betrieb. Ein weiterer gleichstarker UKW- Sender wird ab 1. September das Erste (Mittelwellen-)Programm von Radio Bremen

auf 93,8 MHz verbreiten. Diese Anlage strahlt zur Zeit mit 25kW ERP!) auf 96,9 MHz.

Radio Bremen führt seine Entstehung auf die ersten Jahre der Besatzungszeit zurück. 1945/46 entstand in der ehemals amerika- nischen Enklave Bremen/Bremerhaven ein

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Bild 1. Mittelwellen-Versorgungsbereich der Sen- der _ Bremen (1358 kHz) und Bremerhaven (1079 kHz). a (durchgehende Linie) = Tagesemp- fang mit 0,5 mV/m Empfangsfeldstärke, b [(ge- strichelt}) = Nachtempfang mit Mindeststörab- stand 1:40 zum Frequenzmitbenutzer

Stadtsender, dem in Kopenhagen (1948) die Frequenz 1358 kHz (= 221m) zugeteilt wurde. Wellen-Mitbenutzer war Tirana/ Albanien. Radio Bremen erhielt die Auf- lage, die Abstrahlung in Richtung Tirana in den Abendstunden durch Abschirmung her- abzusetzen. Nach Einbruch der Dunkelheit war der Versorgungskreis des Senders da- her sehr klein (Bild 1). Ähnliches galt bzw. gilt jetzt noch für den Mittelwellensender Bremerhaven auf 1079kHz = 278m. Im Jahre 1957 gab Tirana die Frequenz 1358 kHz auf, aber seit November 1959 wird sie von einem starken Sender in Berlin- Köpenick (Ostsektor) benutzt, dessen Strah- lungsleistung seit Frühjahr 1961 erheblich größer geworden ist. Damit war die Nacht- versorgung der Hörer von Radio Bremen erneut eingeengt. Der seit einiger Zeit auf 6190 kHz im 49-m-Band betriebene Kurz- wellensender mit 1kW Senderausgangs- bzw. rund 10kW effektiver Strahlungs- leistung (Rhombusantenne in Richtung Nord-Ost-Europa) bietet nur einen geringen Ausgleich.

Eine Verbesserung konnten nur die Ultra- kurzwellen bringen. Radio Bremen betreibt seit 1951 bzw. 1954 zwei UKW-Rundfunk- sender für beide Hörfunkprogramme. Sie lieferten anfangs mit 0,5 kW, später mit je 18kW Strahlungsleistung von einem 100-m-Mast aus eine recht gute Versorgung

1) Effective Radiation Power = Effektive Strah- lungsleistung

250

(Bild 2) und verbesserten somit die geringe Nachtreichweite des Mittelwellensenders. Auf Vorarbeiten des verstorbenen Techni- schen Direktors Ansgar Olshausen auf- bauend haben der jetzige Technische Direk- tor Heyer und Oberingenieur Gloose die Strahler von Radio Bremen um zwei von Rohde & Schwarz gelieferte 10-kW-UKW- Sender erweitert und einen Mast mit der aus Flugsicherungsgründen maximal zulässigen Höhe von 200m errichten lassen. Die An- tennenanlage hat drei Vorzugsrichtungen (Bild 3), dabei wird die Abstrahlung in Rich- tung Nordsee verringert. Die 3 X 8 Anten- nen-Viererfelder mit insgesamt 48 Dipolen liefern in den Vorzugsrichtungen eine 14fache Leistungsverstärkung, so daß unter Einrechnung der Kabelverluste in diese Richtungen die zulässigen 100 kW effektiv ausgestrahlt werden. Die Leistungsverstär- kung und die Erhöhung der Antenne um rund 100 m dehnten den Versorgungsbereich

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Bild 2. UKW-Versorgungsbereiche für 1. und 2. Programm. a (punktiert) = Bremen I und II mit je 18 kW ERP, b (gestrichelt) = Bremen II mit 100kW ERP, Empfang ohne besonderen Antennenaufmand, c (durchgehende Linie) = Bremen I und II (beide 100 kW) Empfang mit leistungsfähigen Antennen, d (durchgehende

Linie im Norden) = Bremerhaven II mit 5kW ERP (zusätzlicher Versorgungsbereich ab Ende 1962)

s Bild 3. Berechnetes Leistungsdiagramm der neuen UKW-Sendeantenne

22000 km

Bild 4. Gewinn an Versorgungsfläche durch Er- höhen der Antenne und Verstärkung des Sen- ders auf 100 kW ERP (schematische Darstellung)

Bild 5. Fundament des neuen 200-m-Mastes mit halbkugelförmig ausgebildetem Auflagestück von 22 cm Durchmesser. Auflagedruck: rund 220 t

von Radio Bremen von 5500 qkm auf etwa 22 000 qkm aus (Bild 4). Wie erwähnt, arbei- tet die Anlage zur Zeit erst auf der Fre- quenz 89,3 MHz mit voller Stärke.

Beide UKW-Sender benutzen gemeinsam die genügend breitbandige Antenne. Sie ist unterteilt, d. h. je 3X 4 Antennen-Vierer- felder werden für sich gespeist, so daß bei Antennenschäden mit der halben Antenne „gefahren“ werden kann, während man die gestörte Hälfte repariert.

Die Montage des 200-m-Rohrmastes, der aus Halbschalenteilen besteht, wurde be- reits am 28. Februar vollendet. Die 6 mm dicken verzinkten Stahlbleche werden von 25 000 Schrauben zusammengehalten. Das Eigengewicht des Mastes beträgt 120t, zu- sätzlich drückt noch die Zugkraft der Ab- spannseile mit 100 t auf den Mastfuß. Die Konstruktion ist ungewöhnlich, der Durch- messer des Rohres von 200 cm an der Spitze verjüngt sich zum Mastfuß auf 160 cm. Diese Form war für das Anbringen der Antennen- felder und der oberen Plattform erforder- lich. Die Spitze des Antennenmastes ist für eine UHF-Fernseh-Senderantenne freigehal- ten; dieser Sender wird zu einem späteren Zeitpunkt mit 100 kWERP arbeiten. Zur Zeit wird das Erste Fernsehprogramm mit 50 kW ERP in Kanal 22 über eine provisorische Antennenanlage in 75m Höhe am Mittel- wellensendemast abgestrahlt.

Die vollautomatischen neuen 10-kW-UKW- Sender sind mit für Multiplex-Stereofonie vorbereiteten Modulationsteilen versehen; die Abmessungen der Schränke sind nicht größer als die der älteren 3-kW-Typen. Der quarzstabilisierte Steuersender von 600 W kann bei Störungen in der 10-kW-Endstufe direkt auf die Antenne geschaltet werden (Notbetrieb). Der Netzanschlußwert eines jeden der luftgekühlten 10-kW-Sender be- trägt 25 kVA.

Am 1. September dieses Jahres müssen die neuen UKW-Frequenzen gemäß VHF/ UHF-Plan von Stockholm 1961 eingenom- men werden. Für Bremen/Bremerhaven er-

gibt sich dann: KT.

Bisher ab 1. 9. 1962 Fre- Fre-

ERP quenz | ERP quenz

(kW) (MHz) | (kW) (MHz)

Bremen I 25 96,9 100 93,8 Bremen II 100 89,35 100 88,3

Bremerhaven I| _ 0,5 89,51) Bremerhaven I| 0,5 91,75 5 92,1

1) ab Ende 1962

Heft 0 /FUNKSCHAU 1962 598

Zur Bequemlichkeit des Fernseh-Teilneh- mers wurden die verschiedenartigsten Fern- bedienungen geschaffen, um vom _ Sitz- platz aus den Empfänger zu betätigen. Sol- len lediglich Kontrast und Lautstärke geän- dert werden, dann ist dies ziemlich einfach durch Einstellwiderstäinde im Fernbedie- nungsteil zu erreichen. Soll jedoch auch vom Ersten zum Zweiten Programm umgeschaltet werden, dann ist der konstruktive und elek- trische Aufwand höher. Als Beispiel für eine recht vielseitige Fernbedienung über ein Kabel sei die Fernbedienung für das Graetz- Fernsehchassis 450 F beschrieben. Sie ar- beitet mit einem Relais-Umschalter am Tastensatz des Empfängers.

Das Fernbedienungskabel wird mit einem Achtpolstecker an das Gerät angesteckt. Das eigentliche Bedienungsteil, ein griffiges Kunststoffgehäuse, enthält drei Einstell- knöpfe für Lautstärke, Helligkeit und Kon- trast sowie zwei Taster für Ton Aus und VHF/UHF-Umschaltung.

Um die Lautstärke aus der Ferne einzu- stellen, ohne die Nf-Spannung aus dem Ge- rät herauszuführen, wird eine Nf-Regel- röhre PF 83 im Tonteil verwendet. Der